Herrlich saftig grüne Weiden und Fruchtbarkeit werden durch Missgunst, Raffgier, Hochmut und Hinterlist zerstört.
Mit dieser Bildserie wird symbolisch die Entlebucher Sage zur Schrattenfluh dargestellt.
Um was geht es dabei? Ein Brüderpaar, ungleicher sie nicht sein könnten, einer böse und raffgierig, der andere blind und gutmütig, erben ein Stück Land, das sie sich teilen. Hannes, getrieben von seiner Gier, unterschlägt Jahr für Jahr ein Stück Land seinem gutmütigen, blinden Bruder Jost.
Am Ende der Sage tritt Gerechtigkeit ein. Das einst so fruchtbare, saftig grüne Weideland, inzwischen im Besitz des neidischen bösen Hannes, verwandelt sich nämlich allmählich in düstere, grosse Steinfelsen. Die fruchtbaren schönen Matten sind verwüstet.
Mit anderen Worten: Leben wird versteinert. Freude und Fruchtbarkeit, was für ein sicheres Auskommen steht, bleiben aus. Ein irreversibler Prozess… Man erzählt sich, dass der Teufel seine Hände im Spiel hatte. Noch heute sind die Spuren der gewaltigen Klauen des Höllenfürsten sichtbar.
Kurzum: Die anmutend wunderschöne Landschaft, wurde zu einer Steinlandschaft. Auf die Gefühlsebene übertragen heisst dies: Aus Hochmut, Stärke und Stolz wurde Kargheit und Tristesse.
In diesen Bildern geht es um eine Erzählung, die thematisch aktueller nicht sein könnte. Statt sich mit Mitmenschen zu freuen, ihnen Glück zu gönnen, sich gegenseitig zu unterstützen, sind heute Egoismus, Neid und Habgier ein leider zu häufig auftretendes Gesellschaftsphänomen.
Machen wir es doch in Zukunft besser!
Model_ Lea
Hair & Make up_ Jill Stauffer_ https://www.jillstauffer.com
und Sandra Schneider_ http://www.styleit.ch