«si se non noverit»*
Schönheit, Eitelkeit und Eigenliebe, Tod und Wiedergeburt, Frühlingserwachen, Tragik, Selbstgefälligkeit, Härte und Kälte, Einsamkeit, Stolz, Verderben, unerwiderte Liebe und Leid…
Narziss wächst heran, einer Blume ähnlich. Seine aussergewöhnliche Schönheit zieht die Liebe und Bewunderung von Frauen und Männern auf sich, er selber kann diese Gefühle aber nicht erwidern, bis er eines Tages auf der Jagd in den Wäldern auf ein unberührtes Stückchen Erde trifft.
In einer Quelle, die er aufsuchte seinen Durst zu stillen, erblickt er – ahnungslos – seine Reflexion und verliebt sich unsterblich. Die Unmöglichkeit dieser Liebe, sobald erkannt, lässt ihn verzweifeln, er zerbricht daran. Zurück bleibt einzig eine Narzisse; der Unglücksselige wird als Blume wiedergeboren.
* «So lange, bis er sich selber kennenlernt» (Prophezeiung zur Lebensdauer des Narziss)
Model_ Dennis